Erst im Jahr 1939 ging man wieder daran einen Linienverkehr ins Leben zu rufen. Mit Vertrag vom 2. Oktober 1939 wurde ein Unternehmer beauftragt den Verkehr in Coburg durchzuführen. Er begann auch sofort mit der Einrichtung des Verkehrs. Die Stadt Coburg zahlte dem Unternehmer einen Zuschuss von 500 M/Monat. Im Oktober wurden bereits 9.500 Fahrscheine verkauft. Im November stieg die Zahl weiter auf 11.766, dazu kamen noch 88 "Dutzendkarten". Die Einzelfahrt kostete damals 0,10 M, die 12er-Karte 1,00 M. Das sind Fahrpreise, die sich unsere Fahrgäste sicher wieder wünschen. Der Betrieb mit nur einem Bus wurde Anfang 1940 ausgeweitet.
Bedient wurden damals die Strecken Markt - Neuses, Markt - Ketschendorf, Markt - Hindenburgkaserne und Markt - Cortendorf. Die Fahrtaktzeiten, sofern man davon sprechen kann, lagen zwischen einer und mehreren Stunden. So fuhr zum Beispiel der Bus nach Cortendorf nur um 7:00, 10:00 und 18:00 Uhr.
Während der Kriegszeit konnte der Linienbetrieb nur mit Mühe aufrechterhalten werden. Wegen der Brennstoffknappheit wurde ein Büssing-Bus auf Holzvergaser-Betrieb umgebaut. Ab Mitte 1944 wurden die beiden Linienbusse für den Werksverkehr zur Möbelfabrik Albrecht nach Weitramsdorf eingesetzt. Dort wurden in dieser Zeit Lastensegler gebaut, was als kriegswichtige Industrie galt. Am 8. Januar 1945 wurde dann ein Bus für den Kriegsdienst zu den Städtischen Straßenbahnen nach Karlsruhe abgestellt. Dort verblieb er bis Kriegsende.