Ab Juni 1945 mussten beide in Coburg vorhandenen Linienbusse, der Büssing war mittlerweile aus Karlsruhe zurückgekehrt, Ersatzverkehr für die Eisenbahn nach Lichtenfels fahren, da die Eisenbahnbrücke bei Schney gesprengt war. Doch auch dies währte nicht lange, denn 1946 beschlagnahmte die amerikanische Besatzungsmacht einen Bus für ihren eigenen Stadtverkehr. Um wieder einen Stadtverkehr in Gang zu bringen, wurde 1947 noch einmal versucht, eine O-Buslinie (elektrisch) zu schaffen. Die Genehmigung hierzu lag bereits vor, aber der Firma Siemens gelang es nicht, das notwendige Material zu beschaffen.
Drei Jahre nach Kriegsende war es dem damaligen Leiter des Verkehrsamtes Gerhard Fuhrmann zu verdanken, dass wieder ein Linienverkehr in Coburg aufgenommen werden konnte. Im Sommer 1948 ging man daran, drei alte Omnibusse, die in der Hindenburgkaserne vor sich hinrosteten, zu restaurieren. Die zwei Büssing und ein Mercedes-Fahrzeug wurden bei der Firma Altmann in der Wiesenstraße in Stand gesetzt. So mussten die kompletten Bestuhlungen erneuert werden, denn die Holzsitze waren während des Krieges der Brennholzknappheit zum Opfer gefallen. Auch wurde das Holzvergaser-Fahrzeug wieder auf Dieselbetrieb umgebaut.
Ganz exotisch präsentierte sich der Mercedes. Vor dem Krieg als Reisebus für Ägypten gebaut, war er mit einer Rechtslenkung ausgerüstet. Aber man konnte damit fahren, allein das war wichtig. So konnten die Busse frisch lackiert, mit Mohrenkopf und dem Schriftzug Stadt Coburg versehen, am 15. November den Linienbetrieb aufnehmen. Einen Monat später, am 15. Dezember 1948, übernahmen die Städtischen Werke den Stadtomnibusbetrieb. Damit war der Verkehrsbetrieb als Betriebssparte der SÜC geboren.
Begann man im Jahr 1948 mit zwei Omnibussen, einem "Liniennetz" von 7,5 Kilometer Länge und 8.500 Fahrgästen, so waren schon fünf Jahre später 2,23 Mio. Fahrgäste zu verzeichnen. Mit jetzt schon zehn Omnibussen bediente man 40,6 Linienkilometer.
Die "Werkstatt" des Verkehrsbetriebes war auf dem Gelände des ehemaligen Gaswerkes in den Räumen untergebracht, die einstmals als Kokerei gedient hatten. Diese behelfsmäßige Lösung erwies sich immer mehr als unhaltbar, so dass man im Jahre 1955 daran ging, den Omnibusbetriebshof in der Ernst-Faber-Straße zu planen und 1956/57 zu bauen. Die Kosten wurden auf 791.950,00 DM veranschlagt. Verwirklicht wurde zunächst der 1. Bauabschnitt, mit einer Halle für 14 Fahrzeuge und 3 Arbeitsständen. Die Planungen berücksichtigten eine Erweiterungsmöglichkeit der Bushalle für weitere 28 Fahrzeuge. Im Mai 1958 konnte man dann in den neuen Betriebshof umziehen. Dort blieb der Verkehrsbetrieb 39 Jahre bis zur Räumung am 30. Juni 1997.
Ab da war er provisorisch in angemieteten Räumen in der Neustadter Straße untergebracht. Im Juni 2001 zog der Verkehrsbetrieb in den Neubau auf dem SÜC-Gelände, Schillerplatz 1, um.
Die weitere Entwicklung des Verkehrsbetriebes war geprägt von der Ausweitung des Liniennetzes. So wurden 1951 Wüstenahorn, 1959 das Judenbergviertel, 1964 der Ketschendorfer Hang, 1966 der Lauersgraben, 1967 der Heimatring, 1971 Eicha und Unterlauter und 1972 Beiersdorf in das Liniennetz eingebunden. Seitdem besteht das Liniennetz bis auf geringfügige Anpassungen (z. B. Sändleinweg, Bertelsdorfer Höhe) in nahezu unveränderter Form.
Der Busbestand der sich zwischenzeitlich auf 42 Fahrzeuge erhöht hatte, wurde bis 1997 auf 35 Fahrzeuge reduziert. Die Fahrgastzahlen haben sich leicht rückläufig entwickelt und pendeln momentan um die 5-Millionen-Marke.