Immer wieder wird auf die Gefahren hingewiesen, die unserer Gesundheit drohen, wenn wir zu wenig trinken: Trotzdem werden sie von uns Menschen immer wieder unterschätzt. Schon jedes Kind weiß, dass ein Mensch, der tagelang nichts zu Trinken erhält, verdurstet und stirbt. Zwei bis drei Tage ohne Wasser und großer Hitze können bereits tödlich sein.
Dass allerdings täglich mangelnde Flüssigkeitszufuhr den Körper bereits akut schädigt und auf Dauer nachhaltige Schäden hervorrufen kann, darüber wird trotz vieler Warnungen wenig nachgedacht.
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Der Mensch besteht zu 50 bis 80 Prozent aus Wasser. Wasser spielt eine bedeutende Rolle bei vielen Körperabläufen, es ist Transport- und Lösungsmittel, es ist verantwortlich für den Wärme-/Kältehaushalt eines Menschen und es unterstützt als „chemischer Reaktor“ wichtige Prozesse im Körper. Daher ist die Aufnahme von Wasser lebenswichtig, um die Körperfunktionen zu gewährleisten.
Normalerweise merken wir schnell, wenn dem Körper Wasser fehlt: Wir haben Durst. Ignorieren wir das, fühlen wir uns matt und antriebslos, sind unkonzentriert und unfähig, Leistung zu erbringen. Wasser ist unsere Lebensenergie.
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Wasser verlieren wir in erster Linie durch unsere Körperausscheidungen: Hier regeln die Nieren unseren Wasserhaushalt und greifen ein, wenn hoher Wasserverlust eingetreten ist: Dann wird der Urin konzentriert. Wenn wir aber schwitzen oder mit der Atemluft Wasser verlieren, kann der Körper das nicht regulieren. Die Folge: Eine regelrechte Vergiftung des Körpers. Wir spüren erst leichtere Anzeichen wie Kopfschmerzen, Kreislaufbeschwerden, Harnwegsinfekte oder Verdauungsprobleme. Ist der Wasserverlust chronisch, kann der Körper mit schwerwiegenden Erkrankungen bis hin zum Herzinfarkt reagieren.
Kinder, die sich viel bewegen und beim Spiel herumtoben, verlieren besonders schnell an Flüssigkeit. Sie haben mehr Körperoberfläche im Verhältnis zum Gewicht und dehydrieren schneller als Erwachsene. Ganz schnell sind sie von einer Austrocknung bedroht, die lebensbedrohlich werden kann.
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Wir nehmen Wasser nicht nur mit unserem Trinkwasser auf. Auch in fester Nahrung ist Wasser gelöst. Mit der Verbrennung von Nährstoffen im Körper wird ebenfalls Wasser frei gesetzt. Je nach Körpergewicht braucht der Körper mehr oder weniger Flüssigkeit. Unter normalen Umständen geht man bei 50
kg von zwei Litern aus, bei 90
kg bereits von 3,6 Litern. Aktivitäten wie Sport, große Hitze oder auch Krankheiten erhöhen diesen Bedarf erheblich. Leider reagiert der Körper selbst nicht bei jedem Menschen mit einem erhöhten Durstgefühl. Hier müssen wir selbst nachhelfen.
Um den Wasserverlust auszugleichen, muss nicht nur ausreichend, sondern auch richtig getrunken werden. Trinkwasser ist der optimale und gesunde Durstlöscher. Er macht fit und hat keine Kalorien. Auf stark gesüßte Getränke sollte verzichtet werden: Sie löschen den Durst nicht wirklich und bewirken auf Dauer ein ungesundes Übergewicht.
Gerade Kinder lieben Dickmacher wie Limo und Cola, die einen hohen Zuckeranteil ausweisen. Schon jetzt gibt es erschreckend viele übergewichtige Kinder, die noch in jungen Jahren mit ernährungsbedingten Krankheiten rechnen müssen.
Kinder aber brauchen viel Flüssigkeit. Sind sie beim Spiel abgelenkt, denken sie nicht ans Trinken. Eltern können ihre Kinder schon früh nicht nur zu ausreichendem, sondern auch zu richtigem Trinken anregen, indem sie stets gesundes Trinkwasser griffbereit hinstellen, zum Trinken auffordern, zum Pausenbrot Wasser mitgeben und: Selbst als gute Vorbilder ein gesundes Trinken vorleben.
Fazit: Richtig trinken und das Richtige trinken!
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