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CEB UNTERSTÜTZT KLIMASCHUTZPROJEKTE

Dreck-Weg-Woche

(vom 14.12.2020)

Die Dreck-Weg-Woche (Anfang Oktober 2021), die Fluss-Theiss-Aktion (Anfang August 2021) und das Hilfsprojekt in Ahrweiler (Einsatz vom 25.07.2021 bis 07.08.2021 sowie 06. - 24.12.2021)

Wasserkraftwerk

 Jedes Jahr produzieren die Deutschen 250 bis 270 Kilogramm Abfall pro Kopf. 2020 kamen rund 11.505 Tonnen Entsorgungsabfälle (Hausmüll und Sperrmüll) allein im Stadtgebiet Coburg zusammen, dazu noch etwa 12.000 Tonnen Grüngut, Papier und Verpackungen. Ein Durchschnittswert, wie Johannes Balk, Hauptabteilungsleiter im Bereich Stadtreinigung beim CEB, resümiert, der aber gesenkt werden könnte. Umso wichtiger ist dem Coburger Entsorgungs- und Baubetrieb CEB der Umweltschutz.

 

Herr Balk, neben den Aufgaben in den Bereichen Abwasser, Stadtreinigung, Abfall, Straßen und Gewässer setzt sich der CEB auch für aktiven Umweltschutz in der Region ein. Seit 30 Jahren gibt es die Reinigungsaktion “Itz clean - it´s cool“, bei der Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich mithelfen, Müll an Flussufern zu sammeln. Wie lief die Aktion im Jubiläumsjahr?

Über 70 Freiwillige waren beim Jubiläum der Reinigungsaktion dieses Jahr dabei. Die Itz von Seidmannsdorf bis nach Cortendorf, das Gebiet um die Sulz und auch Bereiche der Lauter wurden von Müll befreit. Dabei konnte überwiegend Kleinmüll, wie Getränkeflaschen, Hundekotbeutel, Tabakschachteln oder Plastikgegenstände eingesammelt werden. Aber auch größere Gegenstände wie eine Kleintierbox, ein Fahrrad und ein Vogelhaus aus Holz wurden aus der Itz gefischt.

Dieses Jahr war die Itzreinigung mit der „Dreck-weg-Woche“ gekoppelt, die der CEB bereits zum zweiten Male auf Initiative von Stefan Sauerteig, dem Klimaschutzbeauftragter der Stadt Coburg, umgesetzt hat. Schülerinnen und Schüler verschiedener Coburger Schulen haben fleißig an unterschiedlichen Orten Müll eingesammelt. Waren die Schulen leicht zu überzeugen?

Die Beteiligung der Schulkinder war bereits im vergangenen Jahr so hoch, dass aus der ursprünglich geplanten Tagesaktion eine ganze Dreck-weg-Woche wurde. In diesem Jahr waren es rund 850 Schülerinnen und Schüler, die mitgeholfen haben. Wir stellen den Kindern und Jugendlichen Handschuhe, Müllsäcke und Warnwesten zur Verfügung. Die teilnehmenden Schulen konnten sich innerhalb der Aktionswoche einzelne Tage aussuchen und im Rahmen des Sportunterrichts oder während des Wandertags mitmachen. Wir haben sie dabei unterstützt und die Gebiete eingeteilt. Die vollen Müllsäcke wurden im Wertstoffhof deponiert. So kamen in diesem Jahr rund 800 Kilo Müll zusammen, eine ordentliche Menge.

Was wollen Sie mit den Aktionen bewirken?

Klimaschutz geht uns alle an und ist im Alltagsgeschehen oft einfach umsetzbar. Die beteiligten Kinder wissen jetzt ganz genau, dass es nicht in Ordnung ist, wenn sie ein weggeworfenes Papier auf dem Kinderspielplatz finden und liegenlassen. Wir wollen die Kinder und Jugendlichen sensibilisieren, weniger Müll wegzuschmeißen. Sie sollen ein Gefühl dafür bekommen, wie viele Abfälle in unserer Natur liegen. Und wenn sich die Kinder dafür interessieren, dann färbt das auch auf das Verhalten der Eltern ab. Umweltschutz sollte ein Schulfach werden, denn die Kinder haben immer mehr Fragen dazu.

 

CEB unterstützt Hilfsprojekt am Fluss Theiss

Der CEB ist in diesem Jahr sogar Partner eines internationalen Hilfsprojekts, das die Säuberung eines Flussgebietes in der Ukraine unterstützt und ausschließlich durch privates Engagement umgesetzt wird. Wie kam es dazu?

In 2021 veröffentlichte der ungarische Filmemacher Dimitry Ljasuk die Dokumentation „Im Namen der Theiß“. Er zeigte darin die Verschmutzung des Flusses Theis in einem Grenzgebiet zwischen Ungarn und der Ukraine durch eine örtliche Mülldeponie. Sándornak Nemeth, ein Coburger Bürger mit ungarischen Wurzeln, sah durch Zufall diesen Film über seine Heimat und bat uns spontan, alte Mülltonnen zu spenden, die dort gebraucht werden. Wir konnten 270 Tonnen abgeben, die teildefekt waren oder nicht mehr benötigt wurden. Über einen Facebook-Aufruf von Dimitry Ljasuk wurde eine international tätige Spedition gefunden, die die Tonnen tatsächlich kostenlos in Coburg abholte und ins Zielgebiet brachte. Dimitry kam persönlich zur Abholung aus Ungarn zu uns, und wir zeigten ihm unseren Betrieb und erläuterten das deutsche Abfallwirtschaftssystem. Ziel des Projekts ist es, einen Wertstoffhof nach Coburger Vorbild in dem Gebiet an der Theis aufzubauen, Wir werden einen Spendenaufruf an Kollegen anderer Kommunen weitergeben und weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Was ist für Sie Klimaschutz?

Für mich ist das Thema Abfall im Bereich Klima- und Ressourcenschutz ganz wichtig. Man braucht dafür keine Alternative finden, sondern einen Weg Abfall zu vermeiden. Abfallvermeidung ist eine wichtige Verbesserung für die Natur. Deshalb unterstützt der CEB auch das „Repair Café“ in Coburg, weil es uns wichtig ist, dass Produkte nicht gleich weggeschmissen, sondern möglichst repariert werden.

 



Mitarbeiter des CEB helfen in Ahrweiler

Erst vier Monate ist es her, dass in Deutschland bei der Hochwasserkatastrophe im Juli 2021 zahlreiche Menschen starben, Ortschaften verwüstet und Sachschäden in Milliardenhöhe verursacht wurden. Eines der am schlimmsten betroffenen Krisengebiete war das Ahrtal in Rheinland-Pfalz. Helfer aus ganz Deutschland reisten in die Krisengebiete, um mit anzupacken und bei den Aufräumarbeiten zu helfen. Auch ein Team des Coburger Entsorgungs- und Baubetriebs (CEB) war in den von Hochwasser betroffenen Gebieten in Rheinland-Pfalz dabei. Seine Aufgabe bestand darin, mit Hilfe von zwei Saugspülfahrzeugen aus dem Fuhrpark des CEB Abwasserkanäle und Abwasserschächte vom Schlamm zu befreien. Insgesamt waren acht CEB-Fachkräfte für jeweils eine Woche vor Ort dabei. Einer von ihnen war Oliver Grell, der noch heute die Bilder der Zerstörung vor Augen hat: „In der ersten Woche war die Orientierung vor Ort schwierig. Keller wurden ausgesaugt und gereinigt, aber auch Kanäle gespült. In der zweiten Woche waren wir ausschließlich am Kanalnetz von Bad Neuenahr tätig.

Es wurden Schmutzwasserkanäle gesäubert und vor allem Regenwasserausläufe in die Ahr wieder in Gang gesetzt. Das Ausmaß der Zerstörung wurde auch bei den Kanälen sichtbar. Abwassersammler im Uferbereich waren teilweise getrennt und das Abwasser mündete direkt in die Ahr“. Die Helfer aus Coburg schliefen in einer Sammelunterkunft, wo sie nach getaner Arbeit von Einheimischen verpflegt und betreut wurden.

Oliver Grell hat sich für diesen Einsatz gemeldet, weil er seinen persönlichen Beitrag in einem der Krisengebiete leisten wollte: “Ich konnte mir das Ausmaß der Zerstörung erst vorstellen, als ich es vor Ort mit eigenen Augen gesehen habe. Bilder oder Berichte können das nicht wiedergeben. Ich bin froh geholfen zu haben, aber ich fuhr mit dem Gefühl weg, dass noch so viel zu tun wäre. Wir konnten in unsere heile Welt zurückkehren, die Leute vor Ort hatten keine mehr. Diese Gedanken hinterließen ein schlechtes Gefühl bei mir. Wir haben zwar versucht zu helfen, was in Anbetracht der riesigen Schadenslage mehr oder weniger ein Tropfen auf den heißen Stein war“.

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