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BUSFAHREIN DANA WITT

Bild

(vom 07.06.2019)

"Ein Auto fährt sich schwieriger"

Im Dezember 1971 veröffentlichte das Bundesgesetzblatt eine modifizierte Arbeitsverordnung, sodass Frauen das Omnibussteuer nicht länger vorenthalten blieb. Bis dahin galt die Verordnung des „Dritten Reiches“, die Frauen das Steuern von Omnibussen verbot. Bei den SÜC-Verkehrsbetrieben sind fünf Frauen und 77 Männer am Lenkrad mit den Coburger Stadtbussen unterwegs. Eine von ihnen ist Dana Witt. Die Sonnebergerin chauffiert seit 2015 Linienbusse.

Frau Witt, wie kamen Sie dazu, Busfahrerin zu werden?
Das wollte ich schon zu Schulzeiten. Mein Vater war Busfahrer, der Onkel und auch mein Cousin. „Irgendwann möchte ich auch mal so ein Teil fahren“, dachte ich mir schon damals.

Sie haben seit vielen Jahren den Pkw-Führerschein. Ist es schwieriger, mit einem zwölf Meter langen Bus unterwegs zu sein als mit dem Auto?
Überhaupt nicht. Busfahren ist viel einfacher. Man hat viel mehr Überblick, die Spiegel sind größer und ein Stadtbus hat gerade Flanken. Das Rückwärtseinparken ist kein Problem. Da setzt du einmal an und schon steht der Bus in der Lücke. Mit meinem Auto geht das nicht so fix.

Die Fahrerin oder der Fahrer eines Linienbusses ist „Mädchen für alles“: Fahrscheine verkaufen, Auskünfte geben, vergessene Sachen möglichst wiederbeschaffen, gegenüber allen Fahrgästen freundlich bleiben – und dabei immer den Bus sicher im Straßenverkehr bewegen und den Fahrplan einhalten.
Jeder Tag ist anders und die Fahrgäste natürlich auch. Neulich stieg ein Fahrgast ein, der war sichtlich etwas angetrunken. Er setzte sich in die Reihe hinter dem Fahrersitz und öffnete eine Flasche Bier. Ich bin erst weiter gefahren, als er die wieder eingepackt hat. Richtige Randale oder Sachbeschädigungen hatte ich zum Glück noch nie. Im Fall der Fälle werden über Funk die Zentrale und die Polizei gerufen. Natürlich gibt es auch Fahrgäste, die meinen, sie müssten unbedingt anbandeln – aber ich kann mich dem schon erwehren (lacht)!

Es gibt bestimmt auch die alltäglichen Fehler und Missverständnisse, die vergessenen Sachen …
So was passiert ständig. Die Leute sitzen im falschen Bus und wundern sich, dass sie ganz woanders hinfahren. Mützen, Handschuhe, Schals und Schirme werden ganz gern liegengelassen. Und dann natürlich Handys. Ein älterer Herr kam einmal nach vorne, er hätte mal eine Frage: „Haben Sie mein Gebiss gefunden? Das habe ich hier abgelegt.“ Leider konnte ich ihm nicht helfen. Einmal stieg eine Frau in den Bus, die wollte eine Einzelfahrt für 1,70 Euro mit einem 500-Euro-Schein bezahlen. So viel Wechselgeld hatte ich überhaupt nicht dabei. Es folgten dann ein 200-Euro-Schein, einer Hunderter und irgendwann ein Fünf-Euro-Schein. Dann war’s gut.

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