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Ein Gummischlauch staut den Main

Bild

(vom 15.11.2018)

Wasserkraftwerk Hausen: Neuer Steg nach 84 Jahren

Mitte September sind die ersten neuen Brückensegmente für das Wasserkraftwerk Hausen der SÜC montiert worden. 84 Jahre nach dem Bau war der Beton des Stauwehrs am Main unterhalb von Kloster Banz bröselig und schadhaft. Eine Sanierung und der Einbau moderner Technik waren unumgänglich geworden. Insgesamt investiert die SÜC in das Wasserkraftwerk rund 4,3 Millionen Euro.

Den Weg über das Stauwehr nahmen in den vergangenen Jahrzehnten zahllose Radfahrer und Fußgänger. Es war die kürzeste Verbindung zwischen Hausen und Reundorf. Auch Wallfahrer auf dem Weg von Kloster Banz nach Vierzehnheiligen nutzten den breiten Steg aus Betonplatten über die Wehranlage.

Anfang des Jahres begannen die Bauarbeiten und der Main-Übergang musste gesperrt werden. Eine Spundwand und ein Schotterdamm riegeln seither den Fluss vom Maschinenhaus und den benachbarten Wasserdurchlässen ab. Ersetzt wurden die Schützentafeln, die bislang den Wasserstand vor dem Wehr regelten. Zwei Schlauchwehre kommen künftig zum Einsatz. Bei dieser einfachen und kostengünstigen Konstruktion wird Wasser in einen Schlauch gefüllt, der quer im Wasserdurchlass montiert ist. Der Schlauch wölbt sich je nach Füllmenge auf und steuert die Anstauhöhe. Der Vorteil von Schlauchwehren gegenüber herkömmlichen höhenverstellbaren Wehren liegt in der einfachen Konstruktion und der geringen Wartung. Aufwändige Antriebstechnologie für Hydraulikzylinder oder Kettenantriebe sowie Getriebe sind unnötig. Schlauchwehre bewähren sich schon seit vielen Jahrzehnten.

Der erste der beiden mächtigen Schläuche aus einem fast zwei Zentimeter dicken und verstärktem Gummi direkt neben dem Turbinenhaus hat eine Breite von 20 Metern, darüber spannt sich das 22 Meter lange Brückenteil. Das zweite Schlauchwehr soll noch in diesem Jahr eingebaut werden und ist 28 Meter breit. Das Brückensegment darüber ist 30 Meter lang. Der warme und trockene Sommer 2018 und der damit niedrige Wasserstand des Mains waren ideal, um das Wasserkraftwerk in Hausen sanieren zu können.

Künftig werden der Geh- und Radweg vom Arbeitsweg vor dem Turbinenhaus getrennt sein. Treibgut, das der Rechenreiniger aus dem Wasser vor den beiden Einlauföffnungen zu den Turbinen holt, landet damit nicht mehr auf dem öffentlichen Weg. Zur Freude der Mainfischer und der Naturschützer entsteht auch eine Aalabstiegshilfe. Eine Fischaufstiegshilfe, die das Kraftwerk umgeht, wurde schon vor einigen Jahren gebaut.

Die Turbinen aus dem Jahr 1934 bleiben im Dienst, sie wurden bereits generalüberholt, erneuert werden die Elektrik und Zuleitungen. Seit Oktober produziert das Kraftwerk wieder sauberen Strom aus der Kraft des Mains. Die Bauarbeiten werden auch im nächsten Jahr noch andauern. Der ursprüngliche Zeitplan sah den Beginn der Sanierung schon im Jahr 2017 vor, allerdings war damals keine Baufirma für die Gründungsarbeiten zu bekommen.

Neben dem Wasserkraftwerk in Hausen betreibt die SÜC in Oberwallenstadt sowie in Lichtenfels mit der Kirschbaummühle zwei weitere Wasserkraftwerke am Obermain.

Das Wasserkraftwerk Hausen

  • in Zahlen
  • Inbetriebnahme: 1934
  • Länge des Wehres: 170 Meter
  • Gefälle: 3,40 Meter bei Nenndurchfluss
  • Turbinen: vier Francis-Turbinen
  • Stromerzeugung: 3,5 bis 4,0 Millionen Kilowattstunden pro Jahr (ausreichend für etwa 1.000 bis 2.000 Durchschnittshaushalte)
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